Kunst (Oberstufe)

Indem der Mensch künstlerisch schafft, offenbart er sich selbst und sein Verhältnis zur Welt. Dieser Gestaltungstrieb ist ein Urtrieb, den es zu hegen, zu pflegen und zu entwickeln gilt. Nachdem der künstlerische Unterricht in den ersten acht Schuljahren im Wesentlichen durch den Klassenlehrer wahrgenommen wurde, beginnt mit der 9. Klasse der Kunstunterricht als eigenes Fach. Dabei geht es um Kunstbetrachtung und die Entwicklung ästhetischer Maßstäbe ebenso wie um das Schaffen eigener Werke. In der Kunstbetrachtung reicht der Bogen von antiken Kunstwerken bis hin zu Fragen nach dem Wesen der Kunst. Ausstellungsbesuche gehören zu diesem Aspekt des Kunstunterrichts ebenso wie die Kunstreise in der 12. Klasse. In der praktischen künstlerischen Arbeit geht es in der 9. und 10. Klasse vor allem um die Grafik und Druckgrafik, in der 11. und 12. Klasse um die Malerei, aufbauend auf der Goetheschen Farbenlehre. In Landschaftsstudien, Sonnenaufgängen, Blumen-, Baum- und Wolkenstudien bis hin zu Übungen im Porträtmalen werden verschiedenste Darstellungstechniken erprobt. Dabei sollen die Schüler in zunehmendem Maße die künstlerischen Aufgabenstellungen und ihre Umsetzung selbstständig vornehmen. Die Aufgabe des Lehrers besteht in fachkundiger Hilfestellung und der Unterstützung bei Entscheidungsschwierigkeiten. Neben der Grafik und der Malerei ist das "Plastizieren" ein weiterer Schwerpunkt des künstlerischen Arbeitens, bei dem es ebenfalls um das Kennenlernen und Erproben immer neuer Gestaltungsmöglichkeiten geht...