Spielen die Naturwissenschaften an der Waldorfschule eine ausreichend wichtige Rolle? Und wie steht es mit dem Computer?

Die naturwissenschaftlichen Fächer haben an der Waldorfschule mindestens den gleichen Stellenwert wie allgemein auch an staatlichen Schulen. Die Freie Waldorfschule Neumünster verfügt seit ihrem Neubau sogar über ein eigenes Naturwissenschaftsgebäude mit modernen Einrichtungen für den Physik-, Informatik-, Chemie- und Biologieunterricht. Im Fach "physikalisches Werken" beispielsweise werden dort Lautsprecher und elektronische Schaltungen gebaut. Auch PC-Arbeitsplätze für den Informatikunterricht stehen zur Verfügung.

Dass Waldorfschüler nichts mit Computern und neuen Medien zu tun haben "dürfen", ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Richtig ist, dass die Waldorfschule vehement dafür eintritt, Kinder nicht zu früh mit Informationstechnik und elektronischen Medien zu konfrontieren, weil die Persönlichkeitsentwicklung gerade in den entscheidenden Jahren bis zur beginnenden Pubertät allein über die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gegenüber stattfinden kann und soll.

Zum Ende der Mittelstufe aber und vor allem in der Oberstufe gehört die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der modernen Informations- und Kommunikationstechnik zu den Selbstverständlichkeiten.

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