Oft hört man, dass hauptsächlich Kinder mit Lernschwierigkeiten zur Waldorfschule gehen - ist da etwas dran?
Nein. Ausdrücklich nein. Eine Waldorfschulklasse umfasst Kinder mit einem besonders breiten Begabungsspektrum. Und die spezielle, an der Entwicklung des Kindes orientierte Pädagogik zeigt oft Erfolge auch bei Kindern, die im staatlichen Schulsystem große Probleme hätten. Das heißt aber ganz und gar nicht, dass die Waldorfschule eine Schule vor allem für lernschwierige Kinder wäre.
Für Kinder mit ausgeprägten Leistungsschwächen oder Verhaltensproblemen gibt es vielmehr besondere Waldorfschulen: die heilpädagogischen Förderschulen (z.B. die Rudolf-Steiner-Schule, Kiel oder die "Kleinen Klassen" der Waldorfschulen Kiel, Eckernförde, Lübeck).
Für die Förderung bei
Teilleistungsschwächen, wie sie auch bei sonst gut begabten Kindern immer einmal
wieder vorkommen können (z.B. im Lesen oder Rechnen) aber auch in speziellen
Fällen von "sonderpädagogischem Förderbedarf" wird an der Freien Waldorfschule
Neumünster ein spezieller Förderunterricht
angeboten - im Rahmen des finanziell Möglichen. Und das was finanziell möglich
ist, ist leider sehr begrenzt, weil Waldorfschulen bei der Bezuschussung des
Förderunterrichts deutlich schlechter behandelt werden als die staatlichen
Schulen.
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